| | | | Das Kurskonzept „Pastorale Zusatzqualifikation in der Altenhilfe im Bistum Essen“ ist in der Zusammenarbeit mit Vertretern aus Einrichtungen der Altenhilfe, dem Caritasverband für das Bistum Essen e.V. und dem Dezernat Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat entstanden. Diese Qualifizierung entspricht dem Wunsch vieler Einrichtungen, deutlicher als bisher ein Ort kirchlichkonfessioneller Prägung zu sein und auf gute Weise Seelsorge gewährleisten zu können. In den gemeinsamen Gesprächen wurde ein hoher Bedarf an seelsorglichen Aufgaben identifiziert: • Begleitung der Bewohner und -innen mit Blick auf religiöse Fragen und Bedürfnisse • Gebet, Gottesdienst, Kommunion • Ansprechpartner für Angehörige, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter • Kompetenz in ethischen Fragestellungen • Gestaltung einer christlichen Einrichtungskultur. Mit dieser Weiterbildung für katholische Fachkräfte, die in der sozialen Begleitung und Pflege der caritativen Altenhilfeeinrichtungen im Bistum Essen arbeiten, verbindet sich die Chance, ein seelsorgliches Angebot für die enorm wachsende Gruppe alternder und pflegebedürftiger Menschen zu schaffen, die durch das derzeitige pastorale Angebot kaum noch erreicht wird. Mit Blick auf die kommenden Generationen wird deutlich, dass die kirchlichen Wurzeln der zu betreuenden Menschen weniger stark ausgeprägt sind, als es dies zu früheren Zeiten der Fall war. Ein ausschließlich liturgisches Angebot ist daher nicht mehr ausreichend. Vielmehr entsteht ein Bedarf an Zuwendung und Begleitung, die es ermöglichen, den Sinn in einem Dasein zu finden, dass durch Alter, Einsamkeit, Krankheit und Sterben geprägt ist, um so dem alten Menschen die Perspektive zu eröffnen, von Gott angenommen zu sein. Ziele der Weiterbildungsreihe: Qualifizierung zur seelsorglichen Begleitung von betreuten Menschen und ihren Angehörigen, die in Kooperation mit den pastoral Verantwortlichen in den Pfarreien und in der Kategorialseelsorge ausgeübt wird - Sensibilisierung für die religiösen Bedürfnisse der zu Begleitenden und zu Pflegenden durch die Vermittlung von Grundkenntnissen der christlichen Seelsorge - Stärkung und Erweiterung der fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen und Förderung der Eigenverantwortung zur Durchführung der konkreten Praxis kirchlichspiritueller Vollzüge im Rahmen der Betreuung und Pflege - Reflexion der eigenen Rolle sowie von Lebenssituationen Betreuter und ihrer Angehörigen im Spiegel des Glaubens - Befähigung zur konzeptionellen und praktischen Mitgestaltung einer christlichen Einrichtungskultur - Unterstützung bei der Übernahme und Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Aufgaben als Begleiterin bzw. Begleiter in der Seelsorge - Befähigung zur Auseinandersetzung mit und aktiven Gestaltung von Veränderungsprozessen in den Einrichtungen - Vermittlung seelsorglicher, kirchlicher und institutioneller Grundkenntnisse Auswahl- und Kontraktgespräch Im Vorfeld der Weiterbildungsreihe findet ein Kontraktgespräch zwischen der Kursleitung, Einrichtungsleitung, dem Pfarrer oder einem Verantwortlichen in der Pfarrei und der/dem möglichen Kursteilnehmer/in statt. Die Termine werden nach Eingang der Anmeldung persönlich mit den Teilnehmenden vereinbart. Ein ausführliches Kurskonzept können Sie jederzeit anfordern bei Kirsten Werner Tel.: 0201/81028-151
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Fragen inhaltlicher Art beantwortet gerne Ludger Schollas Tel.: 0201/2204-539
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| | Kursleitung | | Sr. Mechthild Driesch, Altenheimseelsorgerin und langjährige Diözesanbeauftragte für die Altenheimseelsorge Ludger Schollas, Diplom-Theologe, Pastoralreferent, Diözesanreferent für die Krankenhausseelsorge, Dozent für Berufsethik im Gesundheitswesen |
| | Referenten | | Juliane Janzen, Dipl.-Sozialpädagogin, Supervisorin DGSv, Referentin für Fort- und Weiterbildung im Caritasverband für das Bistum Essen Klaus Kleffner, Leiter des Exerzitienreferates im Bistum Essen, Spiritual am Priesterseminar St. Ludgerus in Bochum Dr. theol. Nicolaus Klimek, Referent für Sakramente, Verkündigung und Katechese im Bistum Essen Angelika Koopmann, Dipl.-Pädagogin, Krankenhausseelsorgerin, Diözesanbeauftragte für die Hospizseelsorge Marie-Luise Langwald, Diplom-Theologin, Referentin für Spiritualität und geistl. Gemeinschaften im Bistum Essen Dr. med. Jürgen Niehoff, Oberarzt für Geriatrie, St. Maria-Hilf Krankenhaus Bochum-Gerthe Dr. theol. Franz-Josef Nocke, emeritierter Professor für Systematische Theologie, Duisburg Yvonne Seeliger, Dipl.-Sozialpädagogin, Qualitätsmanagementbeauftragte, Einrichtungsleiterin Haus Theresia, Hattingen |
| | Termine | | Modul 1: Orientierung – Kommunikation/Gesprächsführung mit alten Menschen, 05.bis 07.07.2010 (3 Tage mit Übernachtung) Modul 2: Der alte Mensch und seine Biographie • in veränderten Lebenssituationen • in veränderten Rollen • in besonderen Krankheitssituationen 01. bis 03.09.2010 (3 Tage) Modul 3: Eigene Glaubensentwicklung – Theologische Aspekte – Glaube im Alter – Pastorale Zugangsweisen: Das seelsorgliche Gespräch 27. bis 29.10.2010 (3 Tage) Modul 4: Glaubensvollzug in Liturgie, Gebet und Kirchenjahr – Christliche Einrichtungskultur 07.12.2010 (1 Tag) Modul 5: Ethische Fragestellungen in der Betreuung alter Menschen – Ethikberatung 24. bis 25.01.2011 (2 Tage) Modul 6: Sterbebegleitung und Palliative Care – Angehörigenarbeit 07. bis 08.04.2011 (2 Tage) Modul 7: Die eigene Rolle in der Einrichtung – Auswertung der Weiterbildung Abschlussveranstaltung/Übergabe der Zertifikate 06. bis 08.06.2011 (3 Tage mit Übernachtung) Beauftragungsfeier |